20.02.10 Die Stimme trotz Erkältung nicht geschont
Rubrik: Archiv| 0 Kommentare »Mitch Ryder, Rocker aus Detroit, und Engerling, gemeinsam in der Kulturscheune
THYROW - Mitch Ryder, Rocker aus Detroit, tourt mit seiner Begleitband Engerling derzeit durch Deutschland und Österreich. Dass auf dieser, seiner 13. Europatournee, am Sonntag auch Thyrow auf dem Programm stand, dankten ihm die Fans. Der Altmeister, der trotz einer Erkältung seine Stimme in der Kulturscheune nicht schonte, pflegt seit dem legendären TV-Auftritt im ARD-Rockpalast vor mehr als 30 Jahren eine innige Beziehung zu Deutschland. Seine Musik unterscheidet sich deutlich von dem, was amerikanische Fans wünschen. Neben typischen Rocksongs sind es auch die emotionalen Balladen, die Anleihen beim Reggae, die hier beim Publikum gut ankommen. So schwärmte der Ludwigsfelder Musiker Andrási Nándor-Mátyás: „Das ist Stoff, aus dem die Träume sind.“ Und auch die Groß Schulzendorferin Birgit Schulze favorisierte die ruhigen Lieder.
In Erinnerung an die aus DDR-Zeiten bekannte „Engerling Blues Band“, die sich weder durch Kulturfunktionäre noch durch den Kommerz von ihrem musikalischen Weg abbringen ließ, sagte sie: „Ich habe zwar damit gerechnet, dass die Jungs nicht ihre Musik spielen, aber dass es so rockig wird, habe ichnicht erwartet.“ Peter Happe aus Zossen hatte den Detroiter Künstler bereits im Rockpalast erlebt und fand ihn gerade im Zusammenspiel mit der Band Engerling ganz ausgezeichnet. Auch die extreme Lautstärke des Konzertes störte ihn nicht. Zwei elektrische Gitarren auf der Bühne besorgten den Drive und Engerling-Manager Gert Leiser argumentierte, man habe so laut spielen müssen, um im hinteren Teil der Kulturscheune gehört zu werden. „Kommen Sie am 9. März nach Berlin in den Franz-Klub, da sind Raum und Anlage aufeinander abgestimmt.“
Die Fans jedenfalls schwelgten in den unglaublich stillvollen, mitreißenden Songs. Ob bei „Ain’t Nobody White Can Sing The Blues“, ein Lied über eine zerbrochene Beziehung oder „True Love“, dass bei ihm wie eine Drohung klingt, der Sänger stand in seinem schwarzen schlichten Outfit scheinbar ganz in Klängen und Gedanken versunken auf der Bühne, um im nächsten Moment zu explodieren. Ein Energiebündel, dessen Stimme von zarter Melancholie bis zum exzentrischen Schrei mühelos alles beherrscht. Sein Gastspiel in der Thyrower Kulturscheune war das fünfte von insgesamt 26 Konzerten. In fünf Wochen wird der Mann wieder in seiner Heimatstadt in den USA sein. (Von Gudrun Ott)




Wenn man an Irland denkt, hat man vor allem eine naturbelassene und atemberaubende Landschaft im Sinn. Außerdem bietet das Land unvergleichliche Kulturerlebnisse, von denen nun auch die Menschen aus Trebbin und Umgebung am Wochenende profitieren konnten. Zum „Kleinen Irischen Folkfestival“ kamen am Samstagabend insgesamt 85 Zuschauer ins Trebbiner Clauerthaus, um traditioneller irischer Musik zu lauschen. Das Fest fand dieses Jahr zum zweiten Mal statt und war restlos ausverkauft.
Vor fünf Jahren hatte sich das Vokal-Septett gegründet. Seither gastieren sie in der ganzen Welt, zirka 180 Mal pro Jahr treten sie auf. In Thyrow waren sie im vergangenen Jahr. Und am Donnerstag füllten die Künstler die Kulturscheune erneut. Die Besucher kamen aus der gesamten Region. Das neue Programm „In Meditation“ ist eine Mischung aus klassischer Gregorianik und modernen Arrangements, es verbindet reizvoll Choräle aus dem 15. Jahrhundert und der Neuzeit. Dabei entsteht die Faszination aus der exakten Intonation und den meditativen Gesängen. Die schlichten Mönchskutten, in denen die Sänger auftreten, tun ein Übriges, um den Eindruck mittelalterlicher Klöster zu
Schauspieler Rolf Zacher las in der Kulturscheune aus seiner Autobiographie „Endstation Freiheit“ Der Künstler kam zu spät, Licht und Akustik waren eine Katastrophe – zum Glück, denn nur so konnte man Rolf Zacher erleben, wie er wirklich ist. Gertrud Klatt, die Ortsvorsteherin von Thyrow, wirkte am Mittwochabend nervös.
THYROW - „Es ist ja wie im Osten“, sagte ein etwa Fünfzigjähriger in Jeansjacke und grinste. Schlangen an der Abendkasse. Anstehen, um „Engerling“ live zu erleben. Die 1975 gegründete Blues-Rockband gehört unbedingt auf die vorderen Plätze der Ostrock-Szene. Ausgefeilte Kompositionen, sicher der Stil und abwechslungsreich, das ist das Markenzeichen ihres Erfolges. Die Veranstalter der Kulturscheune hatten mal wieder den richtigen Riecher. Mit weit über 200 verkauften Karten war die Kulturscheune am Sonnabend so gut wie ausverkauft.
THYROW - Gleich zwei Konzerte gaben „Die Tremsdorfer“ gestern in der gut besuchten Thyrower Kulturscheune. Die Berufsmusiker und Frontmann Alexander Heinrich sorgten für beste Stimmung. „Die gute Laune bringen wir“, hieß es im ersten Lied. Und das war wörtlich zu nehmen. Zeigte sich das Publikum anfangs etwas zurückhaltend, ließ es sich dann mehr und mehr vom schwungvollen Rhythmus der Blasmusik mitreißen. Es wurde geschunkelt und gejubelt. Nicht wenige Gäste zählten sich zu den Fans der Formation. Zu ihnen gehört auch Heinrich Kant aus Großbeeren, der, wenn es seine Zeit erlaubt, bei allen Konzerten der Tremsdorfer dabei ist. Aus Kleinbeeren waren Christine Breyer, Jutta Janke und Sieglinde Wieczorek angereist. „Wären wir hier in Bayern, die Tremsdorfer Blasmusiker wären längst im Fernsehen angekommen“, so ihre Meinung.
THYROW - Es war das zweite Mal, dass Michael Friedman, der kanadische Sänger, Gitarrist und Songschreiber, in Thyrow gastierte. Mit seiner explosiven, unglaublichen Musikalität, seiner kraftvollen Dreieinhalb-Oktaven-Stimme und dem virtuosen Gitarrenspiel begeistert der Mann aus Vancouver seit Jahren ein internationales Publikum. Er besingt Privates, setzt sich aber auch immer wieder kritisch mit gesellschaftlichen Themen auseinander.

